P. Alexius Molitor OESA (1730–1773) Drucken


Der Augustinereremit P. Alexius Molitor wurde als Johann Adam Müller am 19. November 1730 dem Johann Adam Georg Müller und seiner Frau Susanne, geborene Fleck, in Simmershausen in der Rhön geboren. In den Jahren 1743 bis 1748 studierte er am Augustinergymnasium in Münnerstadt und war dort eine Zeit lang Notar der Schülersodalität. Im Jahr 1748 begann Molitor sein Noviziat im Augustinerkonvent von Oberndorf, wo er den Ordensnamen Alexius annahm und seinen Nachnamen endgültig latinisierte. Schon in seinem Noviziat wird er als Komponist bezeichnet. Am 24. Oktober 1749 feierte er Profess im Augustinerkloster Münnerstadt. Nach der Profess folgte ein zweijähriges Philosophiestudium entweder in Konstanz oder in Freiburg/B. Danach wechselte er spätestens 1752 an den Konvent von Mainz, wo er an der Universität Theologie studierte. Am 22. Dezember 1753 wurde Molitor zum Priester geweiht. Im Augustinerkloster von Mainz wirkte er zusätzlich als Beichtvater und Prediger. Ab dem Jahr 1761 ist er „Director chori musici“ in Mainz. P. Alexius verstarb friedlich im Herrn am 16. Juni 1773 in Mainz an hitzigem Fieber. Molitor galt seinen Zeitgenossen als „Musices Compositor famosissimus“. Die weite Verbreitung seiner Werke nicht nur in Augustinerkonventen, sondern auch in Bibliotheken anderer Orden und Fürsten belegt die allseitige Hochschätzung dieses Komponisten.

Werkverzeichnis:

handschriftlich:
18 Messen, 2 Requien, 2 Oratorien, 1 Offertorium, 1 Alma Mater, 1 Motette, 1 Te Deum

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 11. April 2009 um 17:09 Uhr